Dienstag, 25. November 2008

That´s Fred


Hey, wir müssen euch kurz mal Fred vorstellen. Fred geht gerne in die UNION zum Party machen. Freitag abends. Oben ohne.

Londoner Augenblicke




Montag, 24. November 2008

Gino´s

Vorab: Wir sind Studenten. Dh. living on the low cost side of life.
UND vorab: Dass entschuldigt die folgenden Ereignisse.

Hannah und ich sind Montags Abends verabredet. - Nein! Jaa, wir haben einen Freund. Nein. Hör erst mal zu. -
Wir sind da so verabredet. Mit Alpha. - Ja, nee. Net des. Hach, schwer zu erklären.

Des sind halt so Leuts, die geben andern Essen. Umsonst. In einem Restaurant. Schick. Verdammt lecker. Pizza als Vorspeise. Echt italienisch. Pasta. Salat. Und Tiramisu.

Wo der Haken ist, fragst du?

Mhm, der Haken. Äh, sagt dir Nächstenliebe was?

Ich soll mit dem Kack aufhören? Dadran glaubt doch keiner?

Äh, doch. Muss dich enttäuschen. Oder berreichern. Suchs dir aus.

Zur Sache kommen jaja. Haken. Jaja.

Det sind Christen.

Wat?

Ei Christen. Die Guten.

Guten?

Ei, so nennen sie sich. gut. rein. Superman etc.

Was dass heißt? Ok, aber net unterbrechen, da kann ich mich net konzerntrieren und hier blickt eh schon keiner mehr durch.

Folgendes: Montags abends treffen sich eine christliche Gruppe, genannt Alpha, in einem normalen Restaurant und diskutieren über Gott. Junge Leute, unser Alter. So. Dazu kann man kommen, wenn man will und sich den Bauch voll schlagen. UMSONST. Mit lecker italiano Futter die Butter. Alles was man machen muss, ist dasitzen, der Rede zuhören und sich versuchen das Lachen zu verkneifen. Und nachher, wenn man Lust hat, seine Meinung raushauen. Egal welchem Glauben man angehört.

Die singen auch Lieder. So "Gott liebt dich" und so. Miserabler Gesang, Gitarrenklang mittelmäßig und Text ohne Kommentar.

Und das sag ich jetzt im Namen von Wibke: hab mir den Mund voll Essen gestopft und Atemübungen gemacht, um bei dem Gejaule nicht loszuprusten.
Weiter in meinem Namen (ich darf sonst nicht hetzen): die labern echt viel Kacke. Tief gläubig laufen die einem Bild von Gott hinterher, das ihnen irgendjemand eingetrichtert hat, ohne es zu hinterfragen. Diskussionen, die Hannah und ich gern führen würden, laufen auf der Basis von Null-Antworten und Bibelzitaten. Eigene Meinungen gehen nicht über den Inhalt der Bibel hinaus. Die glauben auch nicht an Evolution, aber an Himmel und Hölle (das mit dem Feuer, tatsächlich, die Leute gibts). Tiere haben keine Seele und sind für uns geschaffen worden (der Blutdruck der beiden Autoren ging bei diesen Worten gewaltig in die Höhe). Gott ist perfekt. Ei subber. Herzlichen Glückwunsch. Diskussionsversuch: gescheitert.
Es sind nette Leute und ich finde es hochinteressant, was in deren Köpfen vorgeht. Nur schlauer wird man durch deren Vorträge nicht. Nur fetter. Wegen dem guten Essen.

Um den Topf vom Herd zu nehmen: wir gehen hin und sind manchmal nicht besser als Schnorrer. Da wir mit offenen Karten spielen, ist das erlaubt. Da die wissen, was wir denken und uns immer noch willkommen heißen - eben.

Ich hoffe, ich habe keinem auf das Füßchen getreten, hab mich zurück gehalten.
Wenn doch: mir wurscht.
Guckts euch an.
Schmeckt hervorragend.



Cheeeerio
Ode an die Queen

London, du die Queen der Städte
Ach... wenn ich dich nicht hätte
Wunderschön mit Sonnenschein
Fingest du mein Herzlein ein
Trafst mich mitten in des Sehnsuchts Stille
Ich bleibe hier, dies ist mein Wille.

Beglücktest mich mit Art und Style
So... it maybe takes a while
For me
to come
back,
But I will.
And still...
Thinking of you
(Wir sind doch per Du?)
Erweckst Verlangen
Hast mich umfangen
Soviel Schönheit, soviel Bild
Überfüllt... verwöhnt und wild.

Zwei Tage lassen
mich dich lieben, nicht hassen
Ich beuge mich hier,
direkt vor dir.
Einen leisen Gruß hauch ich in die Gassen
Zwei Tage - zu kurz
Ich muss dich verlassen.

Auszug aus "Ode an die Queen (der Städte)" von E.J. Erpel, 1879
video

London oh du schöne Land

Wer hat noch Fragen, wenn man London erreicht und die Sonne jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Keeeeene Fraje, det is ne duftes Städtche.
Es ist ein verzaubertes Chaos in das man als Erstbesucher gerät, nein, gesogen wird. Man guckit, guckit und guckit bis einem die Augen aus den Höhlen kullern. Z.B. guckit man dem alten Mann hinterher, der mit Zaubermantel und zwei schwarzen Katzen auf dem Buckel die Straße lang marschiert. Det ist glee normal hier. Man guckit, wie sich Massen von Menschen in die Ubahnschranken drängen. Man guckit, weil man grade an der Premiere von James Bond vorbeiläuft. Zufälliger Gucki, aber umsonst geguckit. Kein James da. Man guckit die gutaussehenden Menschen an. Man guckit die ganze Kunst, die überall auf einen zuömmelt. Man guckit verrückte Menschen, den ganzen Tag. Man guckit den schlechten Geschmack. Aber sonst guckit keiner. Außer uns. Wir sind ja neu hier.

Über all das guckin haben wir natürlich viel gesehen. Die Tate Modern- ein Muss. Die National Portrait Gallery - nochmal Muss. Die Saatchi Gallery mit vielen Chinesen drin - MussMuss. Tate Britain. Auch nix wie hinne. Die Photographers Gallery - Guckin. Shorditch. Soho. MUSSMUSS. Keene Ahnung, wir haben soviel geguckit, man kann es nicht beschreiben. Beide wollten wir sofort zum Einwohnermeldeamt und uns hier niederlassen. Leider nehmen die im Moment nur Japaner aus zweiter Hand. Wir wurden vor die Tür gesetzt.

Übernachtet haben wir im HEIKO`s. Das Zimmer war nett eingerichtet, klein aber gemütlich, Atmosphäre war herzlich und alles sauber. Das Essen war reichlich und gut abgestimmt, man kann also nicht meckern. Abgesehen davon spielt der Hausherr auch geduldig den Reiseführer und lässt immer Zeit zum guckin.

Hat jemand Fotos gemacht? Hä? Ach, so zwei - drei. Zesche mer euch nadürlisch.

Bis uffs nächste. Und immer schön guckin.


Hannah&Wibke

Donnerstag, 6. November 2008

Trip nach Liverpool!

Wir wissen wirklich nicht wie die Engländer es bei dem windigen Wetter aushalten: Viele laufen hier mit Shorts und FlipFlops rum. Wir sind regelmäßig am frieren und ziehen lauter Klamotten an und die Briten sind das anscheinend gewöhnt und sind abgehärtet. Dieser britische Wind zieht durch jede Klamottenschicht durch und am nächsten Tag ist es plötzlich das schönste Wetter. Es ist nicht so kalt wie es in Deutschland normalerweise im Spätherbst ist, aber eben windiger und wechselhafter.

Wir haben eine Exkursion nach Liverpool gemacht, für ganze drei Tage, in einem 3 Sterne Hotel!
Grund dafür war die Liverpool Biennale, wo c.a 450 Künstler ihre Werke ausgestellt haben, P
reise wurden vergeben... International Festival of Contemporary Art, bzw Zeitgenössische Kunst und Moderne Kunst: Ein echtes Kunst Event! Viele Kunstgallerien waren Teil dieses Events und wir haben unheimlich viel Kunst gesehen.
Liverpool ist eine coole Stadt, aber leider se
hr veranzt irgendwie, was echt schade ist weil es viele alte Gebäude hat, die sich toll zum fotografieren eignen. Wir waren u.a. in der Tate Gallery und in der Walker Gallery, wo jeweils verschiedene Ausstellungen geöffnet waren. Es war sehr interessant, wobei auf einiges langweiliges ausgestellt wurde, einfach Dinge mit denen man nicht immer etwas anfangen kann.

Natürlich waren wir in den drei Tagen auch PAAAARTYYYY!! gemacht! War sehr geil, Liverpool hat geile alte Pubs, aber auch Clubs und Bars ohne Ende!

Auch das Hotel war cool, meine bisherigen Exkursionen in Deutschland fanden in ollen Jugendherbergen statt und nicht in so schicken alten Hotels. Echt toll :) Die Briten geben sich etwas mehr Mühe mit ihren Studenten, was man auch am System merkt. Unheimlich waren jedoch die Geräusche, die man nachts in unserem Zimmer gehört hat, denn der Wind hat total gepfiffen und die Fenster waren nicht zu 100% dicht. Unsere Mitstudenten, die zu uns aufs Zimmer kamen um vorzuglühen, haben sich mächtig erschrocken und hatten total Schiss*lol* Die sind doch alle erst soooo jung ! ;)

Liverpool gab uns nicht nur die Gelegenheit 450 verschiedene Künstler anzusehn, s
ondern auch unsere Mitstudenten besser kennenzulernen. Wir sind immerhin 60 Erstsemestler! Also haben wir auch auf den Hotelzimmern uns getroffen und vorgeglüht (was echt lustig war sich mit fast 20 Leuten in ein Zimmer zu quetschen). Die Engländer feiern überall, egal obs eng, heiß oder kalt ist *g* Wir hatten viel Spaß und Liverpool ist ne echt coole Stadt!

Mittlerweile läuft de
r individuelle Teil der Arbeit: Gruppenarbeit ist vorbei und jeder hat jetzt seinen eigenen Platz im Atelier und kann da rumbasteln, schrauben, zeichnen, malen, pinseln, sticken, stechen, kleben, bauen etc. Es ist unheimlich krass, wieviel Freiheit man hier hat! Alles ist machbar, dank der absolut genialen Werkstätten die man hier hat! Fast jedes Material kann man bearbeiten und das nutzen wir natürlich aus, da wir das in Wiesbaden nicht kennen. Man wird sehen, was dabei rauskommt ;) Wir sind soooo fleißig! *räusper*